OoPJD

Governance & Evolution

Wie das oPJD kontrolliert, konsistent und weiterentwickelbar bleibt — Versionierung, Prozesse, Rollen und Prinzipien.

Versionierung

Das oPJD wird versioniert geführt. Änderungen sind nachvollziehbar dokumentiert und rückwärtskompatibel, soweit möglich.

  • Modellversion — Hauptversion des Gesamtmodells (z.B. oPJD 1.0, 1.1, 2.0)
  • Felddefinitionen — Versionierung einzelner Datenelemente und ihrer Semantik
  • Kataloge / Value Sets — Eigenständig versionierte Wertelisten (z.B. Episodentypen, Qualitätsstufen)
  • Changelog — Öffentlich einsehbare Änderungshistorie

Semantische Versionierung

Patch-Versionen (1.0.1) für Korrekturen. Minor-Versionen (1.1.0) für rückwärtskompatible Erweiterungen. Major-Versionen (2.0.0) für strukturelle Änderungen, die bestehende Implementierungen betreffen.

Änderungsprozess

Änderungen am oPJD folgen einem definierten Prozess:

  1. Vorschlag — Änderungsvorschläge können von allen Beteiligten eingebracht werden (GitHub Issues, formaler Antrag).
  2. Fachliche Bewertung — Prüfung der klinischen Relevanz, Umsetzbarkeit und Auswirkung auf bestehende Implementierungen.
  3. Technische Prüfung — Kompatibilitätsanalyse und Migrationsabschätzung.
  4. Entscheidung — Dokumentierte Annahme, Ablehnung oder Rückstellung.
  5. Kommunikation — Betroffene Implementierungspartner werden aktiv informiert.

Rollen

Die Weiterentwicklung des oPJD wird von definierten Rollen getragen:

  • Fachliche Kuratierung — Verantwortlich für die klinische Korrektheit und Relevanz des Modells.
  • Technische Kuratierung — Verantwortlich für formale Konsistenz, Serialisierung und Interoperabilität.
  • Implementierungspartner — Standorte und Systeme, die oPJD umsetzen und Rückmeldungen liefern.
  • Klinische Rückkopplung — Onkologen und Dokumentare, die das Modell aus der Versorgungsperspektive bewerten.

Perspektivisch ist eine Advisory-Struktur geplant, die externe Expertise und institutionelle Verankerung sicherstellt.

Prinzipien der Weiterentwicklung

Fünf Leitprinzipien steuern die Evolution des oPJD:

  1. Kernmodell klein halten — Nur klinisch belegte und breit relevante Elemente gehören in den Kern.
  2. Erweiterungen modular — Neue Felder und Strukturen werden als optionale Module ergänzt, nicht in den Kern gezwungen.
  3. Nur klinisch relevante Komplexität — Jedes neue Element muss einen konkreten klinischen Mehrwert nachweisen.
  4. Anschlussfähigkeit vor Perfektion — Pragmatische Lösungen, die in der aktuellen Infrastruktur funktionieren, haben Vorrang.
  5. Transparenz — Alle Entscheidungen, Änderungen und Diskussionen sind öffentlich nachvollziehbar.

Leitgedanke

Das oPJD wächst durch Praxis, nicht durch Theorie. Erweiterungen entstehen aus realen Implementierungserfahrungen und klinischen Anforderungen — nicht aus Vollständigkeitsanspruch.

Öffentliche Verfügbarkeit

Diese Website ist die lebende Spezifikation des oPJD. Kein verstecktes PDF, kein interner Wiki-Artikel, sondern eine öffentlich zugängliche, versionierte und nachvollziehbare Dokumentation.

  • Alle Modelländerungen sind über das GitHub-Repository nachvollziehbar
  • Referenzfälle und Testfälle werden öffentlich bereitgestellt
  • Diskussionen und Entscheidungen sind über GitHub Issues und Discussions einsehbar
  • Die Website wird bei jeder Modelländerung aktualisiert

Open Specification

oPJD versteht sich als offene Spezifikation. Transparenz ist kein Nebenprodukt, sondern ein Kernprinzip. Wer das Modell nutzt, soll es auch vollständig verstehen und mitgestalten können.